Dreimal Spiel.Technik.Spiel

Gleich dreimal kann man unser neues Programm hören:
7. Oktober 2020 19:00 Zgorzelec Europäisches Zentrum Erinnerung, Bildung, Kultur
8. Oktober 2020 19:30 Dresden Deutsches Hygienemuseum spiel.technik.spiel im Rahmen der Konzertreihe "Mensch und Technik" von Klangnetz Dresden e.V.
11. Oktober 2020 18:00 Chemnitz Neue Sächsische Galerie


Mitschnitt vom 5.7. online

Der Mitschnitt vom 5. Juli ist jetzt online und seit September frei verfügbar.


Stefan Streich im Gespräch mit Matthias Lorenz

Stefan Streich im Gespräch mit Matthias Lorenz über seine Stücke "Clouds 10" und "4 Bagatellen". Beide Stücke sind im kommenden Fokuskonzert des Neuen Klaviertrios Dresden zu hören.


3 Arten, unser nächstes Konzert zu hören

Anfang Juli spielen wir das Fokuskonzert I - Stefan Streich. Angesichts der besonderen Situation gibt es gleich drei Möglichkeiten, das Konzert zu hören:

In den echten Konzerten sind die Plätze limitiert und werden in der Reihenfolge der Anmeldung vergeben.


Startnext

Der Neues Klaviertrio Dresden e.V. ist Träger dieses Startnext-Projektes seines Cellisten Matthias Lorenz. Drei Konzerte zum 65. Geburtstag des Komponisten Friedemann Schmidt-Mechau, die Anfang März in Dresden, Frankfurt/Main und Oldenburg stattfinden sollen. Alle Erläuterungen zum Projekt gibt es unter https://www.startnext.com/fsm65, unter anderem auch ein Video mit ersten Ausschnitten aus den Stücken.


Das ist natürlich Kunst!! (September 2019)

Unser Herbstprogramm hat von vielen Stellen eine Förderung bekommen, so dass wir es dreimal spielen können. Für Freunde langer Texte, hier die ausführliche Konzeption aus den Anträgen.

Im Mittelpunkt des Programmes steht der Gegensatz zwischen „natürlich“ und „künstlich“. Bei allem Unterschied, den es darüberhinaus noch zwischen „künstlich“ und „künstlerisch“ gibt – Kunst ist eben schon rein vom Namen her ein Gegensatz zur Natur. Das spiegelt sich auch in Begriffen wie Wasserkunst (etwa in Bautzen), der Bergmännischen Kunst (nämlich allen technischen Einrichtungen rund ums Bergwerk) oder den Begriffen „nach allen Regeln der Kunst“ und „Kunstfehler“ wider. All das verweist auf Technik als Gegensatz zu Natur. Trotzdem spielt Natur in Kunst immer wieder eine Rolle, angefangen bei der Aufforderung von Instrumentallehrern an ihre Schüler, etwas doch „ganz natürlich“ zu machen. Weiter beim Freskenzyklus Giottos in der Basilika San Francesco in Assisi, der von den vielen dafür gelobt wird, dass eine Futterschale so natürlich gemalt sei, dass echte Vögel kommen, um daraus zu picken. Naturbilder in Musik wie die „Pastorale“ oder „Die Moldau“ runden das ab.

Von der Seite der Natur her stellt sich vor allem die Frage, was Natur denn überhaupt ist. Zuallererst: Ist Natur das außerhalb von uns Menschen, oder sind wir Teil der Natur? Oder: Macht so etwas wie ein Naturschutzgebiet überhaupt Sinn, weil Natur als das Allumfassende sich nicht auf einige Hektar oder Quadratkilometer begrenzen lässt. Zu bedenken ist auch der ganze Bereich der Anthropomorphisierung von Natur, der Begriff „wütende Stürme“ (der etwa in der Hymne von Neufundland vorkommt) betreibt genau das. Natürlich ist ein Sturm nicht wütend. Er „weiß“ noch nicht mal, dass er ein Sturm ist.

Da sind wir genau an dem Punkt, wieso die Kombination von Natur und Kunst so dauerhaft fruchtbar ist. Einerseits sind wir Natur immer ausgesetzt, andererseits ist Kunst immer menschengemacht. Gerade weil es sich um Darstellung handelt, wird die grundsätzlich unnahbare Natur erreichbar. Der Mensch an allen Stellen im Verlauf des musikalischen Kunstwerks, als Autor, als Interpret und als Hörer (bei elektroakustischer Musik, die den zweiten Schritt dieser Trias überspringt sieht das nicht anders aus), schafft die Verbindung.

Im Programm dieses Abends steht mit „Temptations“ von Räihälä ein Stück, das direkt auf Naturbeobachtung eingeht und versucht, sie in Musik umzusetzen. Andererseits das 1. Klaviertrio von Sciarrino und Aperghis‘ Trio, die das Entstehen und Vergehen von musikalischen Elementen thematisieren. Ohne Natur direkt imitieren zu wollen, ist die Grundhaltung doch am Motto „natura non facit saltus“ orientiert. Schließlich gibt es noch die Uraufführung des Stückes „Smog“ von Shen Hou, das einen ganz anderen Blick auf die hier angerissenen Fragen wirft.


Das Neue Klaviertrio Dresden bei Facebook (April 2019)

Seit diesem Monat ist das Neue Klaviertrio Dresden auch bei Facebook zu erreichen. Unsere Adresse dort: https://www.facebook.com/Neues-Klaviertrio-Dresden-542882629569917/


Förderung für das kommende Jahr (Oktober 2018)

Mit unserem ersten Konzert ist es gelungen, Frau Forberg-Schneider, die Leiterin der Forberg-Schneider-Stiftung, so sehr zu überzeugen, dass wir für 2019 unterstützt werden. Diese Summe hilft uns sehr, gleich im kommenden Jahr viel zu spielen!


Kritik zum ersten Konzert (August 2018)

Braucht Dresden ein neues Klaviertrio?, diese Frage stellt Wolfram Quellmalz zu Beginn seiner Kritik des Gründungskonzertes, die am 25.8. 2018 in der DNN erschienen ist. Es folgt eine Beschreibung der einzelnen Stücke, bei der er bei einem fand, es sei etwas monoton. Aber: dennoch hielt das fein aufeinander abgestimmte Neue Klaviertrio Dresden die Spannung. Und führt zum Schlussabsatz: Neunzig Minuten Musik des 21. Jahrhunderts, engagiert gespielt und fokussiert gespielt - ja, Dresden kann ein neues Klaviertrio gut brauchen!


Auf ein Neues!!

Braucht Dresden ein neues Klaviertrio?

Dresden hat eine reiche Landschaft freier Ensembles. Das Besondere eines Trios ist seine immer gleiche Besetzung. In diesem Rahmen entsteht ein ganz spezielles Experimentierfeld, in dem es gilt, musikalische Möglichkeiten und Grenzen auszuloten. Eine Herausforderung, die Spieler wie Komponisten gleichermaßen betrifft. Während variable Ensembles mit einem größeren Spektrum an Instrumenten von der Vielfalt an Besetzungen profitieren, kann ein festes spezielles Ensemble in einem abgegrenzten Bereich in die Tiefe gehen.

Uta-Maria Lempert (Violine) und Matthias Lorenz (Violoncello) haben mit dem elole-Klaviertrio das zeitgenössische Dresdner Kammermusikleben seit Jahren geprägt. Nach einer Zeit des Umdenkens spielen sie seit dem Sommer 2018 nun zusammen mit Clemens Hund-Göschel am Klavier mit dem Ziel, die bewährten elole-Ideen mit neuem Schwung über das hinaus zu treiben, was bereits stattgefunden hat. Also: In guter Tradition verhaftet, aber mit dem Blick nach vorn auf neue Herausforderungen und Möglichkeiten.

Einen Rückblick auf die Arbeit des elole-Klaviertrios gibt es auf www.elole.de.